Theater-Kabarett am 31. Oktober 2009 um 20.30 Uhr in der Gackeleia in Ronneburg
  Drehbuch
MotivTheodoBo (Theater ohne doppelten Boden) präsentiert:

Titel
Ein Theaterkabarett von Lutz Hübner

Regie: Markus Karger

Auf Seite 89 beginnt das Gretchen einen denkwürdigen Monolog mit den Worten
"Es ist so schwül, so dumpfig hie und ist doch eben so warm nicht drauß. Es wird mir so, ich weiß nicht wie - ich wollt, die Mutter käm nach Haus."
Gretchen1
Wer sich schon immer brennend gefragt hat, wie es hinter den Kulissen eines Theaterbetriebes zugeht, der bekommt bei diesem vergnüglichen Blick hinter den Vorhang der Bretter, welche die Welt bedeuten, eine ernüchternde Antwort: Menschlich, allzu menschlich! Da treffen alte, erfahrene Theaterurgesteine, die noch unter Gründgens gearbeitet haben, auf die neuen, die - frisch von der Schauspielschule engagiert - noch nicht ahnen können, wie hart, entbehrungsreich und ernüchternd der Weg am Theater sein kann. Da trifft die beleidigte Diva den freudianischen Existenzialisten und die progressive Dramaturgin den findigen Requisiteur.

"Großes Theater findet oft nur vor oder nach den Proben statt. Da entladen sich im Handumdrehen Gefühle, um die man auf der Probe verzweifelt gerungen hat. Die Anlässe dazu sind, wie sollte es anders sein, meistens banal: Die chronisch unterversorgte Kaffeekasse,
nicht zurückerstattete Bleistifte oder durchgesickerter Kantinentratsch."

SylviaGerdMarkus
<leer>Sylvia Oster Gerd Ungermann<leer> Markus Karger

Drei Schauspieler schlüpfen bei diesem Theaterkabarett immer wieder in neue Charaktere, doch die Rollen bleiben gleich: Regisseur trifft Schauspielerin. Und alle arbeiten an dem Monolog der Monologe, der Gretchenszene aus dem Faust, eben Textbuchseite 89 und darauf folgende.